Mittwoch, 16. Januar 2008

16. Januar 2008

Irgendwann am späten Vormittag klingelt mein Telefon. Es meldet sich auf Deutsch ein gewisser Robert. Er habe meine Nummer von Alet aus dem internationalen Büro, ob ich nicht zufällig eine Bleibe wisse. Tue ich natürlich nicht, aber ich könnte ja mal Arno fragen. Da ich weiß, wie grauenvoll seine Situation gerade ist, biete ich ihm an, einen Kaffee trinken zu gehen. Er nimmt freudig an. 30 Minuten später treffen wir uns vor dem internationalen Büro und wir holen uns einen Kaffee zum Mitnehmen bei einem nahe gelegenen Kaffeeladen. Wir setzten uns auf dem Kampus  in der flirrenden Hitze in den kühlen Schatten einer großen alten Eiche. Robert kommt aus Heidelberg, ist auch 81er Baujahr, studiert Geographie und hat schon einmal ein Semester hier in Stellenbosch und eines in Kapstadt studiert. Er kennt sich also aus und wohnt zur Zeit bei Freunden in Kapstadt. Zwar habe er ein Auto, aber jeden Tag zu pendeln ist ja auch nicht das Wahre. Also verspreche ich ihm, Arno zu fragen. Nach ein paar Minuten schlendern Alet und ihr Freund vorbei. Sie freut sich, dass wir Kontakt zueinander aufgenommen haben und schon zusammen „rumhängen“, wie sie es nennt. Sie „chille“ auch gerade. „C U guys!“ Wir beide befinden Alet für klasse. 


Robert berichtet mir von seinen Wohnungsbesichtigungen. Es war wohl grausam. Das Zimmer der Dame, die mir die Telefonnummer der Herberge am A..., äh, anderen Ende des Dorfes gab, wäre wohl die Art Zimmer, die man freiwillig nicht nehme. Nur unter Zwang oder Folter sei die Bude auszuhalten. Nachdem wir eine ganze Weile geplaudert haben, verabschieden wir uns. Er habe noch einen Wohnungstermin. Ich wünsche ihm natürlich viel Erfolg dabei und bei der weiteren Suche. Zurück in meinem Büro sende ich drei Stoßgebete gen Himmel für Arno!


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